Grüne Laubbäume.

Über das sogenannte „Capa-Wäldchen“ ist viel gesagt und geschrieben worden. Es sollte ein Kaufvertrag über eine Fläche an RB Leipzig verhandelt werden, auf dem auf einer Teilfläche im Verlauf der letzten Jahrzehnte ein kleines Wäldchen entstand. Das Ergebnis sollte dem Stadtrat vorgelegt werden. Von Rodung oder Ähnlichem war nie die Rede!

Doch auf einmal lief die Empörungsmaschine heiß. Treppenwitz: Interessanterweise wurde die Empörungsmaschinerie von jener Fraktion am meisten befeuert, die vor nicht allzu langer Zeit noch das Jahrtausendfeld zubetonieren wollte. Da scheint jemand die Wählerinnen speziell im Leipziger Westen für sehr vergesslich und sehr dumm zu halten. Vieles von dem, was nun vom Stapel gelassen wurde, war populistisch, einiges unwahr, in den seltensten Fällen wurden sachliche Argumente vorgetragen. Dabei ging es nicht um den Verkauf, den ich ob meiner grundsätzlichen Kritik am Konstrukt RB Leipzig für kritisch erachte.

Es ging um Empörung und nie um Versachlichung. In einer sachlichen Auseinandersetzung hätte die Möglichkeit bestanden, auch die Kleinmesse zu retten. Leider war das von einigen Akteurinnen nie gewollt. So wird diese Debatte mittelfristig ein weiterer Sargnagel für die Kleinmesse sein.

Thomas Kumbernuß, Stadtrat (Die PARTEI)

Veröffentlicht im Amtsblatt der Stadt Leipzig am 04. Juli 2026