Erneut stand der Spätverkauf im Stadtrat zur Debatte. Einhellige Meinung: Leipzig ohne Spätis – unvorstellbar. Sogar CDU-Stadtrat Früh-Schoppenhoven sprach sich für die Läden aus. Und das, obwohl die CDU seit Jahrzehnten auf Landesebene jegliche Späti-Regelung verhindert.

Denn das „Sächsische Ladenöffnungsgesetz“ kennt keine Spätis. Die Öffnungszeiten sind begrenzt: werktags bis 22 Uhr, sonntags gar nicht.

Im Stadtrat haben wir deutlich gemacht: Der Leipziger Späti ist eine Institution. Ein Ort, an dem sich Studierende, Nachtschichtarbeiter, Kulturschaffende, Faulenzer und Workaholics – schlicht Menschen mit akutem Biernotstand – friedlich begegnen.

Was das „SächsLadÖffG“ jedoch ermöglicht, sind verkaufsoffene Sonntage. Achtmal im Jahr darf die Kommune an Sonntagen die Läden öffnen lassen. Angesichts der Bedeutung der Spätis will Die PARTEI ein Signal nach Dresden senden: Wir fordern einen Tag des Spätis!

Ein Sonntag im Jahr, an dem die Leute ihre Spätis feiern und zeigen, wie viel sie ihnen bedeuten. Möge ein Fanal von Leipzig ausgehen und das verstockte Herz des Sachsen-Pharaos Michael Kretschmer erweichen! Wenn ihr wollt, ist es kein Traum: ein kleiner Laden mit Neonlicht und dem Schild: „Geöffnet bis … naja, schau’n wir mal.“

Katharina Subat, Stadträtin (Die PARTEI)
Veröffentlicht im Amtsblatt der Stadt Leipzig am 11. April 2026