Eine der spannendsten Fragen der nächsten Zeit wird sein, wie viel die Stadt Leipzig noch bei ihren Städtischen Eigenbetrieben Kultur sparen möchte, bis das Pferd endlich totgeritten ist. Dabei gilt das Gewandhaus als eines der renommiertesten Orchester weltweit!
Das Schauspiel Leipzig (inklusive Diskothek und Residenz) verzeichnet momentan absurd hohe Auslastungszahlen. Für die Qualität des Hauses sprechen neben Auszeichnungen auch Einladungen in den gesamten deutschsprachigen Raum.
Das gilt auch für das Theater der Jungen Welt, dem zudem noch die Rolle der kulturellen Bildung und damit der Demokratisierung der Gesellschaft zukommt. Ähnliches, wenn auch eher auf musikalischer Ebene, lässt sich über die Musikschule „Johann Sebastian Bach“ sagen. Und dann haben wir noch die Oper inklusive des Balletts und der MuKo.
Die Oper als Sorgenkind gilt immer noch als eine der zehn besten Musiktheater im deutschsprachigen Raum, deren Ruf in letzter Zeit aber auch durch Indiskretionen (zum Teil aus den Reihen der CDU) und Falschmeldungen arg ramponiert wurde.
An allen fünf Häusern kam es in den letzten Monaten zu – wie ich finde – überharten Sparmaßnahmen, weitere Einsparungen bedeuten das Opfern der kulturellen DNA Leipzigs.
Thomas Kumbernuß, (Die PARTEI), Vorsitzender der Freien Fraktion
Veröffentlicht im Amtsblatt der Stadt Leipzig am 28. Februar 2026

