Im gemeinsamen Miteinander unserer tollen Stadt geht es manchmal nicht so recht reibungslos zu. Es gibt eine Menge Konfliktpotential, besonders dann, wenn das eigene Handeln für Missfallen bei anderen sorgt. Doch im Grunde genommen ist dies ganz einfach zu lösen. Bevor ein jeder etwas tut, sollte kurz innegehalten werden und die Folgen des eigenen Handelns überdacht werden. Also nach der goldenen Regel: „Was du nicht willst das man dir tu‘, das mut‘ auch keinem anderen zu.“
Doch da hapert es öfter. Und an der Stelle wird es kompliziert, weil dann häufig nach neuen Regeln verlangt wird. Nach dem Motto: „Sag mir was ich wie richtig mache.“ Das ist sicher notwendig, um im Erziehungsprozess die Grundregeln beizubringen. Jedoch, für Erwachsene zieht dieses „Nach-Regeln-Verlangen“ unangenehme Bevormundungseffekte nach sich. Und das verträgt sich aus meiner Sicht nur wenig mit Freiheit, die auch immer die Freiheit der Anderen mitmeint. Machen wir uns also nicht das Zusammenleben schwer, indem wir nach noch mehr Regeln verlangen, sondern handeln wir rücksichtsvoll und anständig!
Das führt dann nämlich auch dazu, dass sich der Stadtrat zielführend mit tragenden Themen der Zukunft kann und nicht der Regulierung des Miteinanders beschäftigen muss.
Jan-Paul Helbig, Stadtrat, (Piraten)
Veröffentlicht im Amtsblatt der Stadt Leipzig am 28. Februar 2026

