Im vergangenen Jahr beschloss der Leipziger Stadtrat in seiner unendlichen Weisheit das
sogenannte Stellenmoratorium für die Stadtverwaltung. Durch Altersteilzeit und Nichtneubesetzung sollen ca. 500 Stellen eingespart werden, dass das so eingesparte Geld dient der Sanierung des Haushalts. Nur leider wird die Arbeit nicht weniger, weil es weniger Stellen gibt. Die Last der Arbeit wird nur auf weniger Schultern verteilt. Und was diese Schultern an Arbeit (und Verantwortung) nicht mehr tragen können, weil die Belastungsgrenze irgendwann erreicht ist, fällt dann eben hinten runter. Ab 2027 soll das Stellenmoratorium greifen, 2027 werden aber auch drei Beigeordnete des Oberbürgermeisters neu- bzw. wiedergewählt. Frage in die Runde: Gilt das Stellenmoratorium eigentlich nur für „normale“ Mitarbeitende in der Verwaltung oder auch für die Verwaltungsspitze? Haben wir hier gar eine Zweiklassengesellschaft in der Verwaltung? Wird der Haushalt auf Kosten der unteren und mittleren Arbeitsebenen zwanghaft saniert, die Verwaltung so aber bis zum Burnout kaputtgespart? Mehr an Arbeit ist kein Privileg derjenigen, die unten in der Verwaltungspyramide arbeiten. Keine Stellenneubesetzung für niemand! Practice what you Preach (Napalm Death)
Thomas Kumbernuß, (Die PARTEI), Vorsitzender der Freien Fraktion
Veröffentlicht im Amtsblatt der Stadt Leipzig am 17. Oktober 2026

