Olympische Spiele in Leipzig! Dieser Gedanke scheint Teil der Verwaltung und auch die meisten Fraktionen im hiesigen Stadtrat betrunken vor Freude zu machen. Mit dem dazugehörigen Größenwahn wird dann auch so getan, als würde sich Leipzig, die sympathische Ballträgerin Berlins, direkt bewerben. Aber die Olympiabewerbung kaschiert die eigentlichen Probleme im Sport und lenkt von diesen ab.
Es fehlen zu viele Hallen für den Schul-, Vereins- und Breitensport! Ein Beispiel von vielen ist die Teichstraße in Connewitz. Die marode Halle, 1907 gebaut, ist seit Jahren nicht mehrzugänglich. Wer auf dem dortigen Gelände Fußball spielen möchte, muss sich unter zum Teil unwürdigen Bedingungen in bereitgestellten Containern umziehen.
Vor Jahren schon wurden Gutachten für eine Qualifizierung des Areals erstellt, da die Unterversorgung an Hallenkapazitäten im Leipziger Süden der Verwaltung bekannt ist. Im Zuge der Verhandlungen zum Doppelhaushalt wurde mitqualifizierten Vorschlägen ein neuer Aufschlag getätigt, der Ball anscheinend wohlwollend aufgenommen.
Bleibt zu hoffen, dass eine Lösung im Sinne des Sportes gefunden wird und nicht Gelder für eine größenwahnsinnige Olympiabewerbung versenkt werden. Damit kennen sich Berlin und Leipzig bereits aus 😉
Thomas Kumbernuß, stellv. Fraktionsvorsitzender
Veröffentlicht im Amtsblatt der Stadt Leipzig am 13. September 2025

