Vor Kurzem erfuhr ich durch eine Bekannte von der Situation einer aus der Ukraine geflohenen Familie, einer Mutter mit ihren vier Kindern. Sie sollten die ihnen zugewiesene Wohnung verlassen und in eine Gemeinschaftsunterkunft ziehen. Grundsätzlich machbar. Trotz einiger Besonderheiten des Falles auch nachvollziehbar. Aus rechtlicher und administrativer Sicht. Aus alltäglicher, persönlicher Sicht schwieriger zu verstehen. Doch auch diesbezüglich hatte die Verwaltung ihren Ermessensspielraum weitestmöglich ausgereizt. Also was tun?
Zum Glück gibt es ja beharrliche Menschen, wie meine Bekannte und auch ehrenamtlich engagierte Menschen. Und genau diese haben sich daraufhin der Sache angenommen. Verständnis- und Sprachbarrieren aus dem Weg geräumt, Gesprächs- und Antragsführung übernommen. Auch wenn es bis zum Erscheinen dieser Zeilen noch keine endgültige Lösung gibt, so zeigt diese Geschichte doch deutlich, dass es manchmal vieler Menschen bedarf, die unterschiedliche Erfahrungen, Berufe und Motive mitbringen, um eine Sache zu einem guten Ende zu bringen. Und so möchte ich allen Engagierten in Leipzig danken, ob Privatperson, ehrenamtlich tätig oder in der Verwaltung, dass sie alle helfen Leipzig zu einem Ort zu machen, der Gemeinschaft lebt.
Jan-Paul Helbig (PIRATEN), Stadtrat
Veröffentlicht im Amtsblatt der Stadt Leipzig am 12. April 2025

